1. Mannschaft gegen Übermannschaft Langenfeld ohne jede Chance.

Liebe Schachfreunde,

Nicht viel zu lachen hatte die 1. Mannschaft beim gestrigen Heimspiel gegen den künftigen Regionalligisten Langenfeld.

Trotz bester Aufstellung ( bis auf Ulli ) und eifrigster Bemühungen setzte es eine doch schon recht derbe 0,5 zu 7,5 Demontage!

Am schnellsten fertig war unser Jo. Dame oder Matt war die Devise. Also noch schnell die Hand geben und rechtzeitig zum Mittagessen zuhause sein!

Ich hatte mich bewusst für eine passive Spielweise entschieden. Statt mich auf eine Theorieschlacht in Französisch einzulassen, wählte ich mit Weiß den erstmal wenig ambitionierten königsindischen “Angriff.” Denn eins war doch klar: Der 200 Punkte stärkere Gegner würde sich nicht mit einem Remis zufrieden geben und angreifen.

Leider habe ich im 9.Zug schlecht abgewickelt und behielt einen zurückhängenden d3-Bauer, auf den sich fortan die Bemühungen meines Gegners konzentrierten. Doch anstatt weiter diesem Kurs zu folgen und langsam und ruhig auf diesen Bauer zu spielen, wollte mein Gegner ein kleines taktisches Feuerwerk abbrennen, welches gänzlich misslang. Bei meinem Remisangebot nach 22. Zügen war die Stellung total ausgeglichen und zeternd und knurrend wurde schließlich angenommen! Wirklich köstlich, lach.

So hatte ich also recht früh Zeit mir die anderen 6 Bretter in Ruhe anzugucken. Und laienhaft betrachtet sah es eigentlich gar nicht so schlecht aus! Material war überall ausgeglichen.

Beim genaueren Hinsehen konnte man aber erkennen, dass die Gegner an fast allen Brettern, mehr Initiative, Raum und Druck hatten.

Und irgendwann trennte sich wirklich die Spreu vom Weizen und diese scheinbar kleinen Vorteile, wurden sicher ausgebaut und zur Ernte gebracht!

Als ob man an einem Apfelbaum schütteln würde, purzelte dann ein voller Punkt nach dem anderen in die ausgebreitete Langenfelder Schürze, lach.

Es war schon sehr beeindruckend, wie die Langenfelder auf die Schwächen des Gegners spielten und die Partien in bessere Endspiele abwickelten. Da war, man muss es einfach anerkennen, ein Klassenunterschied zu beobachten.

Ausnehmen möchte ich Mario, der lange Zeit große Möglichkeiten auf ein Remis hatte, es am Ende aber leider nicht nutzen konnte.

Diese Niederlage war kein Beinbruch, wenn auch in der Höhe recht deftig. Mut machen sollte uns, dass zB Esch, ebenfalls von Langenfeld 0,5 zu 7,5 abgeschlachtet, gestern gegen die SF Mülheim 6:2 gewann. Überhaupt war in der Liga am 5. Spieltag einiges los! Satranc schlug Aufstiegsaspirant Grünfeld 6:2, was einer kleinen Sensation gleich kommt! Hitdorf schlägt KKS 5:3, was unterstreicht, dass wir da einen Punkt liegen gelassen haben!

Fazit: In dieser Liga kann praktisch jeder jeden schlagen. Mit einer Ausnahme: Langenfeld! Das Bayern München der Liga!!! Von dieser Lehrstunde sollten wir uns also nicht aus der Ruhe bringen lassen!

Alles Gute,

Euer Schachfreund, Jochen Goßmann.

 

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