1. Mannschaft siegt in Mülheim.

Liebe Schachfreunde,

Seit Wochen waren die rechtsrheinischen Spatzen ganz aufgeregt und twitterten ( zwitscherten ) es von den Bäumen:

Das große rechtsrheinische Derby stand an! Schachfreunde Köln-Mülheim gegen Spvg Kalk/Deutz!

Alleine das aussprechen dieser Paarung lässt das Herz eines jeden wahren Schachfreundes schneller schlagen!!! Besonders das Euren werten Berichterstatters. Habe ich doch lange selber in Mülheim gespielt. Der Mannschaftskampf gegen die alten Kameraden, ist da immer etwas ganz Besonderes!

Und auch dieses Mal kamen die zahlreichen Kiebitze ( Daniel Paduch ) auf Ihre Kosten! Da brannte die Luft, da  war Feuer unter dem Dach!!! Das lag aber auch daran, dass zeitgleich drei Mannschaftskämpfe stattfanden…

Auf den Brettern wurde wie immer besonders verbissen gekämpft. Es gab kuriose Partieverläufe und tragische Ausgänge!!!

Zunächst gingen die leicht ersatzgeschwächten Mülheimer in Führung. Ralph hatte es nicht geschafft zu rochieren. Sein Gegner Schmerwitz nutzte die bessere Stellung gut aus und brachte den Sieg sicher nach Hause. 1:0 für Mülheim an Brett 7.

Doch postwendend das 1:1! Mario Schwark siegte an Brett 8 erstaunlich schnell und sicher gegen Andreas Decker, der sonst ein ziemlich zäher und hartnäckiger Gegner ist! Da muss Mario wohl wirklich gezaubert haben!!! Bravo!!!

Remis an Brett 2 zwischen Uli Vogel und Axel Höfer. 1,5 zu 1,5.

Jetzt wurde es langsam dramatisch: Die Partie Jürgen Asselborn gegen Martin Fabiani stand auf des Messers Schneide! Fabiani hätte durch Dauerschach immer Remis halten können, wollte aber mehr! Und das ging dann ganz fürchterlich nach hinten los!!! Sudden Death und immens wichtiger voller Punkt für Jürgen Asselborn! Super!!! Sicher war der Sieg etwas glücklich! Aber wie oft hatte Jürgen in der letzten Zeit Pech! Das hat mich ganz besonders gefreut! Ausgleichende Gerechtigkeit! 2,5 zu 1,5 für uns.

Zu meiner Partie möchte ich eines vorweg sagen: Hätte ich in den 50er Jahren für Torpedo Moskau gespielt, hätten mich meine “Endspielkünste” sicher schon in den Gulag gebracht!!! So auch gestern. Ich misshandelte ein gewonnenes Turmendspiel in ein verlorenes, erreichte dann eine Remisstellung und gewann diese!!! So ist er halt Euer chaotischer Berichterstatter, lach!!! Auch diesen Sieg kann man durchaus, als etwas glücklich bezeichnen! 3,5 zu 1,5 für uns.

Niederlage an Brett 3 für Eric Ostenda gegen Waldemar Hermann. Auch hier muß sich die Partie wohl gewaltig gedreht haben! 3,5 zu 2,5.

Und so war es an Jo, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Seine Partie an Brett 4 gegen Hans-Paul Hoffmann sah auch recht vielversprechend aus, wäre aber laut Hans-Paul wohl zu halten gewesen… Aber eben nur bei korrekten Spiel! Nach einem weiteren letzten Fehler von Hans-Paul war der Ofen aus!!! Sieg für Jo und Sieg für Kalk/Deutz!!! 4,5 zu 2,5.

Der Mannschaftskampf war um ca 16 Uhr entschieden. Das hinderte Oliver Lunnebach und Dimitri Papaioannou an Brett 1 aber nicht, noch bis 18:15 weiter zu kämpfen!!!

Genug Zeit sich bunt gemischt noch zusammen zu setzen und über Gott und die Welt zu quatschen. Man muss schon sagen, dass das Verhältnis zwischen den Vereinen, trotz aller Rivalität, als besonders freundschaftlich zu bezeichnen ist.

Zwischendurch wurde immer wieder der große Kampf zwischen Oli und Dimitri bewundert. Das war schon stark, was die Beiden da ablieferten! Am Ende fast nur noch mit dem 30 Sekunden Zuschlag. Das 1. Mal wurde deutlich, was die neue Bedenkzeit bewirken kann: Ein Spiel praktisch ohne zeitliches Ende!!! Am Ende gewann Dimitri.

4,5 zu 3,5. ( Wie seit drei Jahren! Und immer hätte es auch anders herum ausgehen können!!! )

Ein würdiges Ende, für einen dramatischen Mannschaftskampf, bei dem wieder eines ganz deutlich wurde:

Der letzte Fehler entscheidet die Partie!!!

Mit 8:4 Punkten sieht es jetzt recht nett für uns aus.

Euer abermals hoch erfreuter Schachfreund,

Jochen Goßmann.

 

 

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