1. Mannschaft chancenlos gegen Porz 4!

Liebe Schachfreunde,

Wieder einmal hatte der eine oder andere Schachfreund keine Lust Schach zu spielen. So gingen wir von Anfang an völlig unterlegen in den Mannschaftskampf gegen Porz!

Gegen Leo Evers talentierte “Rasselbande” ( Jugendliche und Kinder ), hätten wir es sowieso schwer gehabt. Ohne zwei unserer Besten und alle um 2 Bretter aufgerückt, waren wir chancenlos und es passierte was eben passieren musste:

Einen Kurzauftritt hatte unser Mario Schwark an Brett 7 gegen Alexander Karmann. Ganz schnell Remis und weg. Hatte Mario keine Lust auf einen alten Bekannten? Das Ergebnis war auf jeden Fall in Ordnung.

Dadurch das ich in meiner Partie eine neue Eröffnung ausprobierte und sehr beschäftigt war, kann ich einiges nur in chronologischer Reihenfolge wiedergeben:

Niederlage für unseren Jo an Brett 2 gegen Samil Sabirov. 0,5 zu 1,5.

Niederlage auch an Brett 1 für unseren Oli gegen das 13! jährige Supertalent Samuel Fieberg. Der ist schon mit einer Dwz von 2181 in die Saison gegangen. 0,5 zu 2,5.

Wieder einmal super, machte es unser Ersatzmann Jürgen Fessel an Brett 8, gegen Samuels Vater Christoph Fieberg. Ganz sicher und gekonnt ein verdientes Remis herausgespielt und wenn einer Aussicht auf den vollen Punkt hatte, dann was das Jürgen! Klasse Leistung! 1:3.

Niederlage an Brett 6 für unseren Ralph gegen David Ramien. 1:4.

Wie gesagt, habe ich von diesen Partien nicht viel mit bekommen. Zu sehr war ich mit mir selbst beschäftigt. Gegen Philipp Kossak an Brett 5, ohnehin stärker und mit einem Score von 87,5% in bestechender Form, hatte ich mir ehrlich gesagt, nicht allzu viel ausgerechnet.

Zeit etwas Neues auszuprobieren und auf dem Brett ein Chaos anzurichten. Das mit dem Chaos, ist mir auch ganz gut gelungen. Mein erstmalig in einer Turnierpartie angewendetes Wolga-Gambit, endete in einer echten Stalingrad-Stellung, einem richtig fiesen Häuserkampf! Nur waren die feindlichen Kräfte früh und deutlich überlegen! Ich versuchte es mit einigen netten Sprengfallen. Ich bot ein Figurenopfer an. Nicht genommen. Ich bot eine Qualität an. Nicht genommen. Mein Wolga-Gambit Bauer wurde ohnehin verschmäht. Ganz ruhig spielte mein junger Gegner seine durch einen aggressiven Vierbauernangriff, technisch gewonnene Stellung, sicher nach Hause. Auch mein letzter verzweifelter Ausbruchversuch wurde gekonnt abgewehrt. Aber es war richtig Feuer auf dem Brett und die Partie hat trotzdem Spaß gemacht. Und da muss ich einfach mal zugeben: Der war einfach besser als ich! 1:5.

Ein schönes Remis schaffte Jürgen Asselborn an Brett 3 gegen unseren alten Bekannten Leo Evers. Das war schon eine gute Leistung. Am Ende hatte Jürgen Turm und Läufer gegen Turm und zwei Bauern. Das war auf jeden Fall richtig ausgekämpft! 1,5 zu 5,5.

Und da war ja noch unser Andreas an Brett 4 gegen Max Sistig. Eigentlich hätte diese Partie als 1. enden müssen. Bereits nach 8 Zügen stand Andreas klinisch tot. Er hatte mit f3 den Springer g4 angegriffen und übersehen, dass Max mit Se3 in die Stellung eindringen konnte. Das hat dann schon den einen oder anderen Bauern gekostet. Kurz vor der Zeitkontrolle, hatte Max dann die Gelegenheit Andreas mit Qualitätsgewinn endgültig den Garaus zu machen, entschied sich aber in Zeitnot und irgendwelche Gespenster sehend, dagegen.

So sehr um das weiterspielen gebeten, nutze Andreas seine letzte Chance, den totalen Angriff auf den gegnerischen Königsflügel, gegen den zunehmend nervöser werdenden Gegner, sehr schön aus und konnte wahrhaftig noch den vollen Punkt einhamstern!

Und nachdem Andreas in den letzten Partien vielleicht etwas Pech hatte (gibt es das beim Schach überhaupt?) , kam das Glück dieses Mal reichlich zu ihm zurück!

So war das Endergebnis noch einigermaßen gnädig! 2,5 zu 5,5.

 

Alles Gute, Euer Schachfreund, Jochen Goßmann.

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