1. Mannschaft unterliegt beim Tabellenführer.

SF Langenfeld 2 – Spvg Kalk/Deutz 5:3.

Liebe Schachfreunde,

Eine völlig “normale” Mannschaftsniederlage gab es gestern für unsere 1. Mannschaft beim Auswärtsspiel in Langenfeld.

Es war aber auch “ganz schön gemein” vom Gastgeber! Während man die ersten beiden Spieltage in recht “überschaubaren” Aufstellungen antrat, schüttelte man gegen uns so ziemlich das Beste aus dem Ärmel, was man zu bieten hatte, lach!!!

Und wenn man sich die DWZ-Zahlen anschaut, waren die Langenfelder einfach an 5 Brettern überlegen!

Wir dagegen nur an Brett 1 und Brett 8. Ein Brett war ausgeglichen.

Wenn ich also von einer “ganz normalen” Niederlage spreche, dann deswegen, weil es keine großen Überraschungen gab. Die Favoriten setzen sich im großen und ganzen durch und somit am Ende eben auch Langenfeld gegen uns.

Das ist ja längst nicht immer so! Gestern schon.

Schnell war Eurer werter Berichterstatter fertig. Das dritte Mal im dritten Spiel Schwarz gegen stärkere Gegner, kann auf die Dauer schon ein bisschen nerven! Mit großem Zeitaufwand und sicher auch etwas rumpelig, erreichte ich nach 20 Zügen eine Stellung, in der ich gut Remis anbieten konnte ( + 0,3 für Weiß ).

Brett 6: Hendrichs-Goßmann Remis.

Carlos hatte gegen seinen Gegner Ipekyilmaz die Eröffnung klar gewonnen und eine Figur für zwei Bauern. Früher hätte das noch einmal eng würden können. Aber Carlos hat sich wirklich gut weiter entwickelt und spielte die Partie ganz sicher und abgeklärt nach Hause. Glückwunsch.

Brett 8: Ipekyilmaz-Scheeren 0:1.

Andreas hatte mit Pejkovic einen sehr starken Gegner, der in dieser Saison, wie in der Vergangenheit, auch schon Brett 1 gespielt hat. Mit dem Remis konnte man sicherlich sehr zufrieden sein.

Brett 3: Pejkovic-Gerdau Remis. Macht 1:2.

Aber jetzt drehte sich innerhalb von maximal 5 Minuten der Mannschaftskampf!

Joachim stand gegen den starken Schulte-Lentz ( den ich mal in einer Sternstunde schlagen konnte, was mir immer noch böse Blicke einbrachte… ) die ganze Zeit schlechter und gedrückt.

Ralph  hatte gegen Weber eine zweischneidige Partie auf dem Brett. Lange Rochade gegen kurze Rochade eben: “Der schnellere gewinnt!” Hätte Ralph kompromissloser angegriffen, hätte diese Partie auch andersherum laufen können. So war der Gegner schneller!

Brett 4: Schulte-Lentz-Thiel 1:0 und

Brett 7: Weber-Tbaila 1:0. Macht 3:2.

Damit war der Mannschaftskampf praktisch gelaufen!

Auch das schön rausgespielte 3:3 durch Oli konnte daran nichts mehr ändern.

Brett 1: Schipp-Lunnebach 0:1

Denn an den verbliebenen 2 Brettern ( Eric und Jürgen ) sah es nicht gut für uns aus.

Eric kam mit einem Bauer weniger ins Turmendspiel. Später waren es zwei Bauern.

Jürgen konnte froh sein, dass er mit einem Bauer weniger, das Turmendspiel überhaupt erlebte. So stark war der Druck auf Jürgens Königsflügel.

Obwohl beide noch lange wie die Löwen kämpften war die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Am Ende verloren beide.

Brett 2: Keller-Ostenda 1:0 und

Brett 5: Hess-Asselborn 1:0. Macht 5:3.

Und so war es am Ende “eine normale” Niederlage. Keiner wuchs gestern über sich hinaus.

Der Gegner war einfach etwas besser!

Die nächsten beiden Begegnungen gegen Longerich ( Tabellenletzter ) und Mülheim ( Tabellenvorletzter) werden viel wichtiger für uns!

Gegen den Tabellenführer kann man verlieren.

Da Carlos mir für den 15.11. schon abgesagt hat, wäre Euer Mannschaftsführer, hoch erfreut, wenn es keine weiteren Absagen geben würde.

Noch eine kleine Anekdote zum Schluss:

Gestern spielte Eikamp gegen Mülheim 4:4.

An Brett 1 verlor Wieferig gegen Roberto La Rocca. Wir alle wissen, was für ein außergewöhnlich starker Spieler Wolfgang Wieferig ist. Ich kenne Roberto seit Ewigkeiten. Ich weiß, dass er sich seit ca 5 Jahren überhaupt nicht mehr mit Schach beschäftigt! Sicher musste man ihn wieder hart zum Spielen überreden!

Und trotzdem hat er gewonnen! Wie ich finde, schon eine kleine Sensation, die ohne jede Schadenfreude, eine kleine Erwähnung verdient.

Denn zeigt es nicht eins? Im Schach ist alles möglich!!!

 

Alles Gute,

Euer Schachfreund, Jochen Goßmann.

Kommentare

1. Mannschaft unterliegt beim Tabellenführer. — 1 Kommentar

  1. Sehr schöner Bericht, Jochen.
    Langenfeld war einfach individuell an einigen Brettern besser besetzt. Letztendlich hat das den Ausschlag gegeben.
    Auf ein Neues am 15. November …