1. Mannschaft spielt erneut 4:4.

Liebe Schachfreunde,

So erfreulich das 4:4 in Troisdorf noch gewesen war, so ärgerlich war das gleiche Ergebnis gegen den Brühler SK 2! Da war wirklich mehr für uns drin!

Los ging es mit Ulis Kampflossieg an Brett 2 gegen den nicht angetretenen Nerstheimer. Nicht schön für Uli, der ja spielen wollte. Aber gut im Mannschaftssinne. 1:0.

Und auch sonst sah es prima aus. Oli hatte an Brett 1 gegen Engel eine Qualität mehr und auch ich hatte an Brett 6 gegen Schlicht früh einen Bauer gewonnen.

An den anderen Brettern sah es auch nicht schlecht aus. Carlos stand an Brett 8 gegen Vulic besser, die anderen ausgeglichen und nur Erics Stellung an Brett 3 gegen Romaker gab etwas Anlass zur Sorge.

Doch jetzt passierte es! Durch einen völligen Blackout stellte ich meine Partie weg! Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mir dergleichen das letzte Mal untergekommen ist? Hatte ich die Partie auf die leichte Schulter genommen? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hätte das vier zügige Mattmotiv in jedem Schachbuch für Anfänger Platz! Unglaublich! 1:1.

Nach diesem Tiefschlag, den ich mir natürlich selbst eingebrockt hatte, war mir auch nur noch auf nach Hause gehen zumute. Die weiteren Schilderungen basieren auf zwei Telefonaten mit Uli, der ja viel Zeit zum zuschauen hatte.

Jürgen Asselborn spielte an Brett 4 gegen Fischer eine gute auf Angriff ausgerichtete Weiß Partie. Lohn war ein Turmendspiel mit einem Bauern mehr, das Jürgen erstaunlich schnell zum Sieg führte. Prima! 2:1.

Carlos hatte an Brett 8 wie gesagt, schon früh besser gestanden und auch später alle Möglichkeiten zum Sieg. Aber leider nur Remis! 2,5 zu 1,5.

Ralphs Partie an Brett 7 gegen den jungen Kiebel, war von Anfang an sehr ungewöhnlich, was vor allem an der hohen Risikobereitschaft des Brühlers lag. Daraus muss sich auch noch eine Zeitnotschlacht entwickelt haben, aus der Ralph mit zwei Bauern mehr als deutlicher Sieger herauskam. Sehr schön! 3,5 zu 1,5.

Oli konnte seine Partie gegen das junge Brühler Nachwuchstalent dann doch nicht gewinnen. Und das war dann auch schon mindestens der dritte durchaus mögliche halbe Punkt, den wir heute liegen ließen. Remis. 4:2.

Mario stand an Brett 5 gegen den alten Haudegen Löffler lange, lange Zeit mindestens ausgeglichen, musste sich aber im Endspiel der Erfahrung des Alters beugen. 4:3.

Und Eric muss in schwieriger Stellung noch sehr lange gekämpft haben. Es reichte aber nicht mehr. 4:4.

Unter dem Strich wirklich ein sehr tragisches Mannschaftsunentschieden und einen nicht unerheblichen Teil muss ich natürlich auf meine Kappe nehmen!

Daher zum Abschluss heute ein Zitat vom verehrten Vlastimil Hort: “Lebe geht weiter.”

Alles Gute,

Euer doch immer noch ganz schön entsetzter Schachfreund,

Jochen Goßmann.

 

 

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