2.Runde 2014/15 – 1. Mannschaft siegt beim “Tabellenführer!”

Liebe Schachfreunde,

Zwei ganz wichtige Punkte holte die 1. Mannschaft beim 5:3 in Leverkusen. Mit jetzt 3:1 Punkten kann man den Saisonstart in der schwierigen Verbandsliga-Mitte als durchaus gelungen bezeichnen!

Das der Sieg etwas glücklich zustande gekommen ist, ok. Man könnte fast von einem schmutzigen Sieg reden! Aber gibt es Glück im Schach überhaupt? Ich glaube es ehrlich gesagt nicht!

Denn der vermeintliche Sieger, ist doch durchaus selbst dafür verantwortlich, wenn er seine Gewinnstellung nicht nach Hause bringt. Und dem vermeintlichen Verlierer, ist gerade in einem Mannschaftskampf, sicherlich nicht vorzuwerfen, dass er wacker weiter kämpft!

Das hat nichts mit Häme gegenüber “den betrogenen Gegnern” zu tun. Es ist uns allen doch schon selbst passiert!
Im Endeffekt denke ich, gleicht sich das aus.

Zum Mannschaftskampf:

Zu meiner großen Schande, muss ich gestehen, dass ich von einigen Partien, nicht so viel mitbekommen habe! Zu groß war das Schlamassel in das ich mich nach knapp 20 Zügen reinmanövriert hatte. Dabei stand ich nach 10 Zügen super. Dazu kam noch, dass ich am längsten spielte:

Ein tolles Comeback nach längerer Pause, schaffte Oliver Lunnebach an Brett 1. Von ihm stammte auch die sich mir einprägende Aussage: “Wir sind so schlecht.” unmittelbar nachdem wir den 5. Punkt unter Dach und Fach gebracht hatten… 1:0 für uns.

Das 2:0 schaffte unser Schachapotheker Ralph Tbaila an Brett 6, der schon wieder eine unbekömmliche Medizin für seinen Gegner zusammenbraute! Mit einer Qualle mehr im Endspiel Turm/Turm gegen Turm/Springer ließ Ralph nichts mehr anbrennen! Saubere Sache!
Ich glaube Ralph ist im mannschaftsinternen Wettstreit um die höheren Bretter zur Zeit besonders motiviert! Das ist doch super! Konkurenz belebt das Geschäft! Von meiner Seite: Hol 11 aus 11, lach!!! 2:0.

Das fing ja gut an. Aber war auch bitter nötig. Denn um Carlos an 8 und mich an 5 stand es nicht gut!
Carlos hatte falsch abgewickelt und eine ganze Figur weniger. Gut, königsindischen Bauernangriff. Initiative. Aber gegen eine Figur mehr sollte das schwierig werden.
Ich hatte meine gute Stellung früh überzogen, einen Bauern geopfert und stand mitten in einem verlorenen Endspiel.
Aber es wurde weiter gekämpft!

Plötzlich, für mich auf jeden Fall, 2:1 und 2:2. Unsere sicheren Bänke Ulli Vogel an Brett 2 und Andreas Gerdau an Brett 4 hatten dieses Mal das Nachsehen. Alles wieder ausgeglichen!

Remis an Brett 7 von Mario Schwark. Mario war damit nicht ganz so zufrieden. 2,5 zu 2,5.

Wende an Brett 8. Carlos stand von Zug zu Zug besser. Sein Gegner hatte sich wohl nicht ganz so optimal verteidigt. Schließlich stand Carlos ganz klar auf Sieg!

Aber erst gewann Eric an Brett 3 seine Partie. Es tut mir wirklich leid, dass ich auch zu diesem Partieverlauf nichts sagen kann! Auf jeden Fall immens wichtig! 3,5 zu 2,5 für uns.

Carlos ließ sich das jetzt nicht mehr nehmen und machte locker den Mannschaftssieg perfekt! Herzlichen Glückwunsch! Und auch wenn gerade dieser Sieg etwas krumm war: Wie oft hat Carlos klar auf Sieg gestanden und dann noch verloren? Ausgleichende Gerechtigkeit, würde ich sagen!!!

Und ich kämpfte einsam weiter. Natürlich bot ich bei 4,5 noch einmal Remis an, was mein Gegner genauso natürlich ablehnte. Das Endspiel verwandelte sich von verloren in total verloren! Zwei verbundene Randbauern und Springer gegen Läufer. Meine einzige Hoffnung: Ein Pattmotiv: Die entscheidene Stellung:
Weiß: Ka1, Lg5. Schwarz: Kb4, Sc4, Bauern a3 und b3. 70. Le7+ Kc3? 71. Lxa3! Remis. 5:3.

Soll ich mich beschweren?

Alles Gute,

Euer schachfreund,

Jochen Goßmann.

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