6.Runde – 1. Mannschaft verliert Big Points in Hitdorf

Liebe Schachfreunde!

Die 1. Mannschaft hat sehr enttäuschend mit 3,5 zu 4,5 in Hitdorf verloren.

Gegen einen Gegner an dem wir praktisch an fast allen Brettern Dwz stärker sind äußerst bitter.

Maßgeblichen Anteil an der Niederlage hat mit Sicherheit Euer Berichterstatter, der bei einem Bauer mehr, durch einen unbegreiflichen Patzer, einzügig die Partie wegstellte.

Aber der Reihe nach:

Als um 10 nach 11 die Uhren angedrückt wurden, waren erst 5 Kalk/Deutzer vor Ort. Auch mein Gegner fehlte noch. Das hat man auch nicht so oft… Aber in der nächsten Viertelstunde trudelten alle ein…

Es ging eigentlich gut los. Mario Schwark überspielte seinen Gegner gleich in der Eröffnung und hatte schnell eine Figur gewonnen.
Gewohnt zuverlässig brachte Mario seine Partie später nach Hause.

Besondere Erwähnung verdient der Einsatz unseres Schachfreundes Eric Ostenda! Weil seine Kinderbetreuung fehl geschlagen war, brachte er kurzfristig seine Kleinen zum Mannschaftkampf mit!
Nur verständlich, dass er schnell Remis spielte. Vorbildlich!

Ansonsten verlief der Mannschaftskampf recht zäh.

Joachim Thiel verlor nach einem unerwarteten Einschlag am lang rochierten König.

Nach Marios Sieg stand es jetzt 1,5 zu 1,5.

Remis von Jürgen Asselborn an Brett 4. 2:2.

Sieg von Ralph Tbaila nach unberechtigten Opfer seines Gegners. Glückwunsch! 3:2.

Und jetzt stellte sich die Lage folgend da:

Olliver Lunnebachs Stellung an Brett 1 sah tot remis aus.

Ullrich Vogel an Brett 3 hatte geopfert. Sein Angriff schien aber stecken zu bleiben…

Ich hatte auch keine Bäume ausgerissen. Aber nach relativ zielgerichteten Spiel auf den d4-Isolani hatte ich im 1-Turm Endspiel, eben diesen 1 Bauer mehr. 6 gegen 5.

Ich weiß nicht, ob ich die Partie gewonnen hätte. Aber um Sieg spielt hier nur einer und das bin ich.

Mein Gegner spielt Tc3 und greift den c6 Bauer an. Ich muß einfach nur Td6 spielen und den Bauer decken. Statt dessen spiele ich völlig hirnverbrannt und viel zu schnell Tc4.
Die letzten Züge hatten sich praktisch wie von selbst ergeben. Ich war gerade in einem gewissen Flow. Eine andere Erklärung habe ich nicht.

Ich habe die Figur gerade abgestellt, da sehe ich das Unheil! Weiß schlägt und bricht nach a4 mit Unterstützung vom Bauer b4 einfach mit a5 auf der A-linie durch! Meine entstandene Bauernkonstellation b6, c6, c4 kann ihn nicht aufhalten. Mein König auf g8 ist zu weit weg. Mein Freibauer c4 wird vom König f1 aufgehalten!

Ein Anfängerfehler!

Das tut weh! Der schlimmste Bock seit Jahren. Unglaublich! 3:3.

Danach war der Mannschaftskampf verloren.

Ollis verschachtelte Stellung war unmöglich auf Sieg zu spielen. Remis.

Und Ullis Opferangriff ging die Luft aus. 3,5 zu 4,5.

Ich stehe auch einen Tag später noch völlig unter Schock. Wie konnte das passieren? Gerade für die Mannschaft tut es mir sehr leid. Aber Ihr könnt mir glauben, niemanden ärgert es mehr als mich!

Euer gerade sehr trauriger Schachfreund,

Jochen Goßmann. ( schluchz! )

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