10.Runde – Derby im Kolpinghaus!

Liebe Schachfreunde!

Die rechtsrheinischen Spatzen twitterten ( zwitscherten ) es schon seit Wochen aufgeregt von den Dächern: Endlich war es wieder so weit! Das große rechtsrheinische Schachderby ( Porz lassen wir mal außen vor! ) stand an:
Kalk/Deutz gegen die Schachfreunde Mülheim!!! ( zergeht auf der Zunge, oder?! )

Zu vergleichen vielleicht mit St. Pauli gegen den HSV, wo wir natürlich St. Pauli, sprich die Kleineren sind, lach!

Aber ein Derby hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze!

Und für mich ist diese Paarung natürlich etwas ganz Besonderes! Habe ich doch lange in Mülheim gespielt. Und es immer wieder schön meine alten Freunde wieder zu sehen und gegen sie zu spielen. Eigentlich hatte ich mich auf eine Partie gegen meinen guten Freund Sven Brinkmann gefreut. Aber dazu sollte es doch nicht kommen.

Überhaupt herrschte bei diesem Mannschaftskampf eine besonders angenehme, freundschaftsliche Atmosphäre. Es ging ja auch für beide um nichts mehr ( dachte man! ).

Aber man sollte sich nicht täuschen lassen:  Auf den Brettern wurde hart gefightet! So wie sich das eben bei einem Derby gehört! ( Außer vielleicht beim Vorsitzendenduell an Brett 8? Da konnte man ja schon bei der Paarungsverlesung dran fühlen, dass das Remis ausgeht, zwinker! )

Vor dem Mannschaftskampf lag eine Genesungskarte für unser 1. Brett Schachfreund Olliver Lunnebach aus, auf den wir zur Zeit aus gesundheitlichen Gründen verzichten müssen und dem ich auch an dieser Stelle alles Gute wünschen möchte!
Die Karte wurde von Kalk/Deutzern und Mülheimern eifrig unterschrieben! “Olli, Du fehlst uns!”

Zu bemerken wäre noch, dass sich 2 Mülheimer erheblich verspäteten… Waren sie zum alten Spiellokal gefahren?

Und so entwickelte sich ein an allen Brettern ziemlich ausgeglichener Mannschaftskampf, dessen Ausgang bis zur letzten Partie völlig offen war!

Joachim Thiel gewinnt an Brett 1 gegen Kevin Krug wegen Zeitüberschreitung! Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, oder wie war das? Aber man muß den Gegner ja auch erstmal zum Nachdenken bringen. Bravo, Jo! 1:0.

Knappe Niederlage unseres 2. Brettes Ulli Vogel gegen den starken Dimitri Papaioannou ( den Nachnamen mußte ich jetzt aber abschreiben! ) 1:1.

Remis an Brett 3 im Jürgen-Duell Asselborn gegen Schettler. 1,5:1,5.

Wichtiger Sieg unseres Eric Ostenda an Brett 4 gegen Axel Höfer! Gut gemacht! 2,5:1,5.

Niederlage an Brett 5 für unseren Ralph Tbaila gegen den bärenstarken Schachsenior Waldemar Hermann.             ( Spitzname bei mir: Voldemort. ( Harry Potter. ) Der dessen Namen man nicht laut ausspricht, lach! ))
Sensationell der Mann! Waldemar Hermann könnte man mitten in der Nacht für eine Turnierpartie aus dem Bett holen! Immer Lust Schach zu spielen. Und noch sehr gut! Respekt. Ich gebs zu: Ich bin Fan! 2,5:2,5.

Im Endeffekt zufrieden stellendes Remis von mir gegen Klaus Artl an Brett 7. Ja, ich stand lange, lange besser. Aber Klaus ist wirklich sehr gefährlich. Ein Meister im Fallen stellen! Sehr erfinderisch. Taktisch sehr versiert! Am Ende nachdem ich meine sicherlich irgendwo vorhandenen Siegchancen ausgelassen oder nicht gefunden habe, wollte Klaus bei völligen Ausgleich das Endspiel noch weiterkneten! So ist er, unser Klaus, lach! 3:3.

Funktionärsremis an Brett 8 im Andreas-Duell Gerdau gegen Decker! War da auf dem Brett Ponyhof angesagt, meine Herren, lach? 3,5 zu 3,5.

Und so wurde der Mannschaftskampf letztendlich an Brett 7 entschieden! Mario Schwark gegen meinen guten Kumpel und angedachten Gegner Sven Brinkmann.
Früh hatte Mario einen Bauer mehr. Dafür hatte Sven besseres Spiel und fühlte sich nach eigner Aussage in der Stellung auch sehr wohl. Aber irgendetwas muß schief gelaufen sein. Am Ende stand der alte Fuchs Mario, der wie Eric Ostenda und Andreas Gerdau eine Supersaison spielt und fleißig Punkte sammelt mit 2 Freibauern klar auf Sieg! Starke Kampfleistung in schwieriger Lage! Kalk/Deutz-Mülheim 4,5 zu 3,5.

Wie sich später heraus stellte ließ Tabellenführer KKS an diesem Spieltag Federn. Mülheim hätte bei einem Sieg noch kleine theroretische Chancen auf den Aufstieg gehabt…
Ein Dankesschreiben von KKS war die Folge. Na dann: Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg! Gern geschehen!

Und auch der letzte Spieltag hat es bei einem Blick auf die Tabelle noch gehörig in sich! Ford und Rheinpark sind definitiv abgestiegen! Für den letzten Abstiegsplatz kommen noch 4 Mannschaften in Frage.
Dormagen zur Zeit Drittletzter bekommt ein echtes Endspiel gegen Esch. Sie müssen gewinnen, sind dann aber wegen direkten Vergleich sicher gerettet.
Hitdorf hat gegen den Tabellenletzten Ford wohl die besten Chancen. Ein Punkt reicht sicher.
Und dann ist da eben noch unser letzter Gegner Eikamp. Einen halben Brettpunkt besser als Esch. Sogar der direkte Vergleich Esch gegen Eikamp ist 4:4 ausgegangen. Es könnte also einen Sieg von Dormagen voraus gesetzt und bei Niederlage von Eikamp auf die Brettpunkte ankommen!

Spannung ist also garantiert! Meine Einstellung dazu ist ganz klar: Aus sportlichen Gesichtspunkten sollten wir motiviert wie immer in guter Besetzung antreten. Geschenkt gibt es nichts!

Alles Gute,
Euer hoch erfreuter Schachfreund,
Jochen Goßmann.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.