4.Runde 2014/15 – 1. Mannschaft verschenkt Punkt gegen KKS 3!

Liebe Schachfreunde,

Nach einer durchwachsenden Mannschaftsleistung reichte es für unsere 1. Mannschaft am vergangenen Sonntag am Ende nur zu einem glücklichen Punktgewinn.

Die Gründe dafür sind leicht zu finden:
1. Offensichtlich können wir in der Verbandsliga nicht auf 2 ( Uli und Erik ) unserer stärksten Spieler verzichten!

2. Trotzdem hätte es gegen den “überschaubaren” Gegner KKS eigentlich reichen müssen. Dafür wurden aber leider an den Brettern an denen wir DWZ-mäßig hoch überlegen waren, zu wenig Punkte geholt.

Am Ende mußten wir noch sehr, sehr froh sein, wenigstens den einen Punkt glücklich geholt zu haben!!!

Zum Spielverlauf:
Von Anfang an entwickelte sich ein überraschend zäher, enger Mannschaftskampf. Man konnte irgendwie gleich sehen, dass es dieses Mal knapp werden würde.

Sehr wichtig daher das 1:0 durch unseren werten Präsidenten Andreas Gerdau. Andreas hatte einen Bauer geopfert, der von der gegnerischen Dame gierig verschlungen wurde. Tricky nutze es Andreas in der Folge aus, dass die Dame nach Ihrer Bauernmahlzeit weit abseits stand. Andreas bekam starken Angriff und der Druck wurde so groß, dass sein Gegner am Ende verzweifelt Material opferte. Also: Brett 4 Gerdau gegen Hofinger 1:0. Prima!

Auch mein Sieg zum 2:0 brachte keine Ruhe in den Mannschaftskampf. Mein Gegner machte auf mich von Anfang an einen ganz ruhigen, hoch konzentrierten Eindruck. Ich stand die ganze Partie etwas besser, die Situation für Schwarz war schwierig. Am Ende sollte sich der Vorteil auch materiell auszahlen. Ich stand kurz davor den einen oder anderen Bauer zu gewinnen. Und was macht mein Gegner? Er guckt noch einmal ganz tief rein, äußerlich immer noch ganz ruhig und überschreitet im 29. Zug die Zeit! So etwas habe ich auch noch nicht erlebt! Kommentar: Wenn ich geblitzt hätte, hätte ich auch verloren! Na dann: Brett 5 Goßmann-Georgi 1:0. Macht 2:0.

Remis an Brett 1 zwischen Oliver Lunnebach und Arndt ( Goldi ) Goldenstein. Hier muß ich ehrlich zugeben, dass ich doch ganz klar mit einem vollen Punkt für uns gerechnet hatte. Aber Goldi ( ich kenne ihn persönlich ) hatte wohl einen goldenen Tag erwischt! Am Ende hatte er im Turmendspiel sogar einen Bauer mehr. Zum Sieg reichte es aber “Gott sei Dank” nicht. Also: Lunnebach-Goldenstein Remis. Macht 2,5 zu 0,5.

Bittere Niederlage an Brett 8 für unseren Carlos Scheeren gegen John Christian Immel. Irgendetwas muß im Endspiel fürchterlich schief gelaufen sein. Wenn man bedenkt, wie stark Carlos spielen kann, ist diese Niederlage gegen einen Dwz-mäßig deutlichen schwächeren Gegner eigentlich nicht zu begreifen. Aber so etwas passiert eben! Scheeren gegen Immel 0:1. Macht nur noch 2,5 zu 1,5.

Immens wichtig war da der Sieg von Mario Schwark an Brett 8! Mir ist aufgefallen, dass Mario mit Weiß und 1.d4 immer sehr solide agiert. Auch an diesem Sonntag. Mario brach in einer überlegen geführten Partie mit seinen Bauern durch. Das brachte die Entscheidung. Sicher nach Hause gespielt! Klasse! Also Schwark- Edgar Gail 1:0.
Macht 3,5 zu 1,5.

Das hört sich ja nach einem Sieg an! Aber kurios war, dass alle 3 verbliebenen Partien deutlich schlechter für uns aussahen! Als Zuschauer hatten wir wirklich die Befürchtung, dass dieser Mannschaftskampf noch verloren gehen könnte!

Joachim Thiel kämpfte an Brett 2 gegen Mile Lemaic ums nackte Überleben! Mile war auf Krawall gebürstet und brannte ein Angriffsfeuerwerk ab: Ein paar unkorrekte Wortspiele zu Miles Rollstuhl, weils so gut paßt: Jo wurde überrollt, kam unter die Räder, wurde überfahren! Nicht böse sein: Ich weiß aus eigener Erfahrung, was für ein unangenehmer Gegner Mile sein kann! Also Thiel gegen Lamaic 0:1. Nur noch 3,5 zu 2,5.

Kommen wir zu Brett 3 und Jürgen Asselborn gegen Martin Müller: Jürgen hatte längere Zeit einen Bauern weniger. Trotzdem bestand im Turm/Läufer/Bauern Endspiel noch Hoffnung auf ein Remis. Die Läufer waren ungleichfarbig und von außen betrachtet, konnte man von einer gewissen Remisbreite ausgehen. Aber irgendwie läuft es bei Jürgen im Moment nicht und auch diese abermals sehr knappe Partie ging noch verloren. Sehr, sehr schade.
Also Asselborn gegen Müller 0:1. Ausgleich. 3,5 zu 3,5.

Aber was machte eigentlich unser Top Scorer und 100% Mann Ralph Tbaila??? Scherzhaft gemeint, würde ich sagen, dass Ralph die jüngsten Erfolge etwas zu Kopf gestiegen sind! Ralph Risikobereitschaft war an diesem Tag so groß, dass mir, wehrlos am Nebenbrett, dass eine oder andere Mal die Nackenhaare zu Berge standen!!! Material spielte da keine Rolle. ( Höchststand Qualle und 2 Bauern! ) Und so ging die Partie von Ralph dann weiter. Aber irgendwie hielt er den Laden einigermaßen zusammen. Richtig kosher sah das aber nicht aus und ich habe ernste Zweifel ob Ralph bei korrekten Spiel des Gegners das Endspiel noch erlebt!!! Wie dem auch sei: Ralph erlebte das Endspiel und hatte jetzt mit Läufer gegen Springer 2 Bauern weniger ( 2 zu 4 Bauern. ). Auch das sah “nicht unbedingt” nach einem Remis aus, lach! Aber jetzt war Ralph im Fighter Modus und erreichte am Ende in höchster Zeitnot noch ein äußerst, hartnäckiges Remis! Gut gekämpft! Also doch keine Analyse im Hotelkeller, lach! Ralph Tbaila gegen Tim Malinowski Remis. Macht 4:4.

Und so mußten wir am Ende über den einen Punktgewinn ( oder einen Punktverlust ? ) noch äußerst glücklich sein. Es hätte auch schlimmer kommen können! Aber wir hatten ganz offensichtlich als Mannschaft nicht unseren besten Tag erwischt!!! Mit 6:2 Punkten stehen wir vor den nächsten schwierigen Aufgaben gegen Langenfeld, Mülheim, Bergische Schachfreunde und Grünfeld noch ganz passabel da. Vielleicht können wir ja gegen einen der Favoriten den einen verlorenen Punkt wiederholen???

Löblich erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch unsere 2. Mannschaft, die trotz 2 leerer Bretter, also 0:2            ( Carlos hatten sie ja kurzfristig noch an uns abgegeben ) , heldenhaft kämpfte und die Bergischen Schachfreunde 4,5 zu 3,5 schlug! Siegreich waren die Recken Jürgen Bongartz, Klaus Münster, Heinrich Fimmers und Christoph Krenzel, den ich an dieser Stelle besonders erwähnen möchte, da es sich um den ersten Sieg in einer Turnierpartie jemals handelte!!! Es geht also! Weiter so!!!
Den fehlenden halben Punkt zum Mannschaftssieg steuerte Jürgen Fessel bei. Glückwunsch 2. Mannschaft!!!

Alles Gute,
Euer Schachfreund, Jochen Goßmann.

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